Neuplanung am Friedhof

Multifunktionale Verabschiedungshalle am bestehenden Standort geplant

Es gab bereits mehrere Pläne in der Schublade, doch nun werden die Projektschritte für eine neue Verabschiedungshalle in Vorchdorf konkreter. Die Marktgemeinde Vorchdorf errichtet am bestehenden Standort der Leichenhalle aus der Mitte des letzten Jahrhunderts einen Neubau, der den Anforderungen von Begräbnissen und Verabschiedungen im 21. Jahrhundert gerecht werden soll. Zurzeit befindet sich das Projekt in der Begutachtungsphase, wenn alles gut geht, könnte demnächst der Spatenstich erfolgen. 

Gemeinsam mit Pfarre Vorchdorf und Verein Zukunft Vorchdorf entwickelte die Gemeinde als Bauherr den Plan für die neue Verabschiedungshalle. Diese soll am bestehenden Standort neu errichtet werden. 

Der Vorabzug des Vöcklabrucker Architektenbüros Gärtner & Neururer sieht ein multifunktionales Gebäude vor, das Platz für Verabschiedungen im größeren und kleineren Rahmen bietet. Der Besucherzugang soll über die Schulstraße erfolgen. Anders als beim bestehenden Gebäude ist der Haupteingang zum Friedhof geöffnet und nicht zur Straße. Das bringt eine geschützte Atmosphäre für Verabschiedungsfeiern. 

Einrichtung für alle
Das Kernstück ist der Verabschiedungsraum mit etwa 100 Sitzplätzen. Vorne und im Blickfeld der Gäste befinden sich der Bereich für die Aufbarung, ein Rednerpult und Platz für den Leiter der Trauerfeier. Für Bild- oder Videoeinblendungen während der Verabschiedungen ist ein Multimedia-System vorgesehen. „Es war uns ein Anliegen, einen Feierraum für alle zu entwickeln“, so die Verantwortlichen von Gemeinde und Pfarre. Der Raum ist deshalb so konzipiert, dass interreligiöse Feiern genauso stattfinden können, wie traditionelle Begräbnisse oder Verabschiedungen vor der Einäscherung.

Funktionale Bereiche
Hinter den Kulissen ist das Gebäude für einen modernen Bestattungsbetrieb ausgelegt. Zwei Aufbahrungsräume, Lager- und Umkleidezimmer sowie ein großer Arbeitsraum mit Kühlzelle sind eingeplant. Der Entwurf erfolgte so, dass die Abläufe am Friedhof optimal vonstatten gehen können. Im Bereich zur Neuen Landstraße ist die Zufahrt für Personal und Bestattungsunternehmer vorgesehen. Im vorderen Bereich Richtung Friedhof findet man überdachte Ruhezonen im Freien sowie sanitäre Einrichtungen für Besucher. Ein Garten mit Bäumen rund um das Gebäude bringt Grün in die Anlage, eine Begrenzungsmauer zu den umliegenden Verkehrsflächen sorgt für Sicht- und Schallschutz. 

Notwendige Investition für die Zukunft
Pro Jahr finden in Vorchdorf 50 bis 60 Begräbnisse statt. Die Aufbahrungs- und Verabschiedungshalle ist bereits in die Jahre gekommen und das Gebäude in seiner aktuellen Form wird der heutigen Verabschiedungskultur nicht mehr gerecht.  

Dazu gibt es einen beobachtbaren Trend: „Die Dauer der Grabmieten sinkt und es gibt einen Trend zu Urnen-Bestattungen“, berichtet Franz Amering, Obmann von Zukunft Vorchdorf.  Diese Beobachtungen und die Bevölkerungsentwicklung flossen in die Überlegungen der Neugestaltung ein, bestätigt Bürgermeister DI Gunter 
Schimpl. „Bereits vor einigen Jahren gab es eine Fahrt zu ausgewählten Verabschiedungshallen in Oberösterreich und wir haben viele gute Ideen gesehen, die nun auch in Vorchdorf umgesetzt werden“, so Schimpl. 

Während der Bauphase gibt es eine Lösung für Aufbarung und Begräbnisse. „In der Zwischenzeit werden wir im Pfarrhof Flächen für Aufbarung und Verabschiedungsfeiern zur Verfügung stellen,“ konkretisiert Pater Franz die Zwischenlösung.

Text/Fotos: vorchdorfmedia e.U. 

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